Darf ich mich vorstellen!

Ich bin Gregor Hötzel und wurde 1970 in Marl geboren. Meine Frau Pam und unsere beiden Kinder Jeremy und Noah wohnen am schönen Niederrhein in Emmerich-Elten.


Mein Sohn Jeremy ist im Vergleich zu anderen Kindern im Kindergarten und zu Hause verhaltensauffällig. Jeremy grenzte sich immer wieder etwas ab, ist leicht reizbar und spielt für sein Leben gerne und lange.

Im Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) Kleve haben wir die Gründe erforscht und erarbeitet. Hier wurde vermutet, dass Jeremy hochsensibel ist.

Er ist was? Hochsensibel?

Was darf ich mir darunter vorstellen?

Was bedeutet das?

Wie schlimm ist das?

Geht das wieder weg?

   

Als hochsensibler Mensch erlebt Ihr euer Umfeld ca. 3 mal so differrenziert/ intensiv als andere. Diese Menschen müssen, ob sie wollen oder nicht, ein vielfaches an Informationen im Gehirn verarbeiten. Diese Informationen kommen aus den fünf Sinnesorganen Ohr, Auge, Mund, Nase, Haut: z.B. Geräusche, Krach, optische Reize, Geschmack, Gerüche, Druck, Temperatur, Luftqualität, dazu kommen noch differrenzierte innerliche und äußerliche Wahrnehmungen.


Hier ein paar Beispiele:

  • das unangenehme und aufdringliche Ticken einer mechanischen Uhr und/ oder der tropfende Wasserhahn machen Dich unruhig/ wahnsinnig
  • ein unbehagliches Gefühl, wenn viele Menschen auf einem Haufen sind und der Geräuschpegel entsprechend hoch ist
  • unangenehme Gerüche (Modder, alter Schweiß, Schimmel, Kochdünste), die Dich bis zur Handlungsunfähigkeit treiben
  • Lärm macht dich krank, Du bist schreckhaft und zuckst zusammen, wo andere keine Reaktion zeigen. Ein Martinshorn kann dich auch außer Gefecht setzen
  • Du bist temperaturempfindlich, Dir ist schnell zu warm oder/ und zu kalt. Das Raumklima macht Dir oft zu schaffen (zu feucht, zu trocken, Gerüche, Temperaturen, Zugluft) => Fenster auf/ zu, Heizung an/ aus
  • als Kind warst du eine "Mimose", "Indianer kennt keinen Schmerz", "zart besaitet", "Träumerle", "Hans guck in die Luft", "stell dich nicht so an" etc.
  • Kleidung kratzt, das Etikett zwickt und juckt, reibt auf Deiner Haut, zu enge Kleidung beeinträchtigt Dich
  • Berührungen können schnell aufdringlich sein und sogar schmerzen, die Prinzessin auf der Erbse, denn Du spürst/ findest den Krümel im Bett, "Sei nicht so empfindlich", oder "Du Sensibelchen"
  • bleibe mal ruhig sitzen, "Du Zappelphillip", keine Zeit zum Essen ..., zappeln mit den Händen oder/ und Beinen. Spruch: "wenn Du 5 min ruhig sitzen bleibst, bekommst Du 5 D-Mark"... (habe ich nie geschafft)
  • Du empfindest "Weltschmerz" und möchtest "die Welt verbessern"
  • Du spürst die Stimmung in Deinem Umfeld und Harmonie ist Dir wichtig


Diese Liste könnte ich ohne Probleme gewaltig ausarten lassen.

Es reicht, wenn Sie einen kleinen Überblick für die intensivere Aufnahme von Gefühlen bekommen haben.

Es ist also nicht verwunderlich, dass hochsensible Menschen leichter zur Überstimulation neigen. Und deshalb brauchen sie eine Rückzugsmöglichkeit, um sich von den Reizen erholen zu können.

Hochsensibilität ist erblich, nicht abschaltbar und keine Krankheit.

So, da habe ich also für meinen Sohn den Test gemacht und mich gefragt, was sollen diese komischen Fragen… und warum soll ich denn so viele Fragen mit „ja“ beantworten. Das macht doch keinen Sinn.

Also, ich nochmal von vorne angefangen und den HSP-Test für mich gemacht (bevor ich für meinen Sohn so einen Test mache, möchte ich doch wissen was dass denn genau sein soll)....

Was soll ich Euch sagen, mit 44 Jahren festgestellt, dass ich ein hochsensibler Mensch bin. Ich der Haudegen, der grobe Klotz, der Mann der hart und stark ist. Kann gar nicht sein.

Ich bin Meister in der Disziplin des Verbarrikadierens.

Ich konnte innerhalb von Sekunden eine virtuelle unüberwindbare Mauer um mich herum aufbauen. Diese Mauer hat mich und meine Verletzlichkeit wirksam geschützt.

Mit einem großen Paket an Selbstzweifeln und Anpassungsversuchen bin ich durch die Welt gegangen.

Bin ich anders, oder die Anderen?

Zurück zum Test, was ein Quatsch, den Test nochmal gemacht und mich bemüht die Antworten zu drücken, Richtung nein… und siehe da, immer noch hochsensibel.

Jetzt bin ich neugierig geworden. Was heißt das denn genau? Was sind die Vor- und was die Nachteile für mich und meinen Sohn Jeremy.

Nachdem ich dann ein dutzend Bücher gelesen habe, musste ich feststellen jepp, ich bin definitiv ein HSP und darf die weiche, sensible Seite auch ausleben.


Was eine tolle Erkenntnis ...

Was für ein Gefühl… überwältigend! 

Ich bin normal, ja genau. Ich bin endlich normal!   

Komischerweise gibt es in meinem direkten Umfeld viel mehr HSP als ich erwartet hatte. Ich bin nicht allein.


Ich formuliere es nochmal etwas anders, folgende Auswirkungen hat die Hochsensibilität, z.B. ein langes Nachhallen von Gefühlen und deren Verarbeitung, mit einer schmalen Komfortzone zwischen "alles wird mir zu viel" und "mir ist langweilig", kombiniert mit einer schnelleren Überreizbarkeit.


Eine Beratung kann eine eventuell erforderliche Psychotherapie nicht ersetzen. Die Frage ist, ob eine Psychotherapie erforderlich ist.

Ich möchte Euch auch helfen verstanden zu werden. 


Warum ich das kann?

Ich bin eine Sonderform des HSP mit HSS „high seek sensation“ (sensation kann für sensationell und für Reiz stehen). Und wahrscheinlich gehöre ich auch zu den Menschen, die vielbegabt sind.

Das sind sprunghafte, extreme Menschen mit vielen Facetten, die ihre Umwelt beirren, da sie nicht berechenbar sind.

Die Interpretation und Darstellung von mir setzt sich zusammen aus ca. 40 Jahren eigenen Erfahrungen als nicht wissender HSP.

Seit 2014 weiß ich, dass ich hochsensibel und normal bin.


Nun höre ich Dir zu. Deine Anliegen werden von mir absolut diskret behandelt. Meine Loyalität, als HSP, ist Dir gewiss.  

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