Meine Wertvorstellung


Werte sind moralische, ethische und lebenswerte personifizierte Eigenschaften. Jeder Mensch hat seine eigene Wertvorstellung, nach denen er sein Leben ausrichtet und entsprechend handelt. Diese Werte sind verschieden gewichtet und passen sich mit den Lebenszyklen immer wieder neu an. Wir sind in der Lage unsere Werte zu beeinflussen. Hochsensible können dieses besonders gut, wenn Sie ihre Werte kennen.  

Kennen Sie Ihre eigenen Werte?  Was ist mir wichtig? Was ist unwichtig? Wie finde ich meine eigenen Werte? Wie kann ich diese positionieren / priorisieren?  

Hier findet Ihr eine kleine Anleitung, wie Ihr euch selber unter die Arme greifen könnt. Ihr benötigt etwas Willen und min. 2h Zeit. Diese Zeit ist gut angelegt. Ihr könnt, wenn Ihr wollt auch mehr Zeit investieren.  

Der Weg zu Ihren inneren Werten kann über diese Anleitung führen. Das soll heißen, Sie arbeiten diese Aufgabe ab und finden am Ende Ihre persönlichen Werte mit Priorisierung. Der Weg zu Ihren Herzensangelegenheiten steht Ihnen offen, gehen müssen Sie Ihn selber.

In dieser Aufgabe könnte auch ein weiteres Puzzlestück zum „Sinn Ihres Lebens“ stecken.  

Nun zum Weg, wie du deine Werte findest. Diese Liste ist nur für Dich und nicht übertragbar.


Vorbereitung:  

Sie brauchen nur 4 Fragen zu beantworten. Für diese Fragen benötigen Sie min 2h Zeit und viel Ruhe. Ihnen geht es gut und Sie werden auch nicht gestört. Dann benötigen Sie einen Stift und etwas Schreibpapier, und los geht’s.  

Erste Frage, die Sie beantworten:

Was benötigen Sie jeden Tag, um sich wohl zu fühlen?

Denken Sie einen Moment nach und schreiben Sie alle Stichpunkte untereinander auf, was Ihnen dazu einfällt… z.B. mein Haustier, Fernsehen, essen gehen, Süßigkeiten, Berührungen von meinem Partner etc.

Es dürfen schon 10 oder mehr Antworten sein.  

Wenn Sie fertig sind, dann kommen wir zum nächsten Schritt:  

Konkretisieren Sie ihre Ausführung und Schreiben Sie direkt daneben, was es genau ist, z.B. welche TV Sendung…  

Kommen wir zur zweiten Frage:

Was mögen Sie gar nicht?  

Denken Sie einen Moment nach und schreiben Sie wieder alles auf, was Ihnen dazu einfällt… z.B. laute Nachbarn, schlechte Nachrichten, Krankheiten wie z.B. Krebs etc.  

Wenn Sie fertig sind, dann kommen wir zum nächsten Schritt:

Nun streichen Sie alles heraus, sodass nur der positive Begriff stehen bleibt, oder formulieren sie positiv um z.B. Sport Nachrichten  

Kommen wir zur dritten Frage:

Was sind Ihre Sorgen/Ängste?  

Schreiben Sie wieder alles auf, was Ihnen einfällt, z.B.: ich habe Angst vor der XY Prüfung; ich mache mir Sorgen um meine Gesundheit…  

Der nächste Schritt:  

Nun streichen Sie alles heraus, sodass nur Begriff übrig bleibt: z.B. Prüfung  

Kommen wir zur vierten und letzten Frage:

Was denke ich, ist mir unheimlich wichtig, auf welche Dinge könnte ich schlecht verzichten?  

Beispiel: Ich liebe meine Armbanduhren und würde diese nur sehr ungern abgeben.

Hier ist der nächste Schritt, die Formulierungen weiter auszuführen, schreiben Sie daneben, was genau, welche Art, wann, wo, wie etc.… z.B. welche Armbanduhr.  


Nun kommen wir zur Auswertung Teil 1:  

 

Sie müssen Ihre Liste jetzt noch Wichten!    

Sie vergeben nun Zahlen von 1-10, wie bei Schmerzpatienten. Die „1“ steht für: ist mir doch egal, und die „10“ steht für: innerliche Schmerzen.    

Aufgabe:

Betrachten Sie den ersten Punkt auf Ihrer Liste und stellen Sie sich vor, wie wäre es, wenn sie auf diesen Punkt Ihrer Liste verzichten müssten. Gehen Sie kurz in sich und schreiben Sie dann eine Wichtung von 1-10 daneben.    Gehen Sie nach und nach alle Punkte durch.  

Auswertung Teil2 :

Betrachten Sie sich Ihre Liste.

Alle Punkte mit 1-3 sind Ihnen unwichtig, hier können sie getrost drauf verzichten. Halten sie Abstand. Reduzieren Sie diesen Zustand/Konsum.

Alle Zahlen mit 7-10 sind Ihnen sehr wichtig. Kümmern Sie sich um die höchsten Punkte, und sorgen Sie dafür, dass es Ihnen hier noch besser geht. Planen Sie diese in Zukunft ein.  

Auswertung Teil 3:

Bilden Sie Ihre eigene TOP 5, indem sie 5 Punkte mit der höchsten Wichtung aufnehmen.  Arbeiten sie diese 5 Punkte durch, indem Sie sich folgende

Fragen schriftlich beantworten:  Konkretisieren sie Ihren Punkt, indem Sie aufschreiben,

was das für Sie bedeutet!    

Was benötigen Sie dafür, um diesen Punkt zu erreichen / zu befriedigen?    Was brauchen Sie auf keinen Fall (was ist absolut störend)?  

Wie können Sie diesen Punkt positiv oder negativ beeinflussen?    

Nachgang:

Arbeiten Sie in Zukunft nun gezielter an Ihrer eigenen Werteliste und sehen wie die einzelnen Werte sich vertiefen und Sie zufriedener, vielleicht auch glücklicher macht.

Diesen Vorgang können Sie wiederholen.

Sie dürfen auch später diese Liste /Vorgehensweise verändern und erweitern. Nichts ist endgültig…


Sie werden Ihre Erfolge bemerken und weitermachen.  Ich persönlich habe auch so eine Liste und aktualisiere diese gelegentlich. Hierdurch haben sich schon Prioritäten verschoben und Ziele realisiert, weil Sie bewusst verfolgt wurden. Ich fühle mich jedes Mal ein Stück besser.


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